Bis 1987 war die Schweizerische
Entomologische Gesellschaft (SEG) die
einzige Institution, die umfassendere Werke über die Wirbellosen der Schweiz
veröffentlichte. Die Reihe hiess Insecta Helvetica und behandelte per Definition nur die Insekten.
1987 publizierte das SZKF die Verbreitungsatlanten der Tagfalter und
Libellen der Schweiz im Rahmen einer neuen Serie: Documenta Faunistica Helvetiae.
Das Besondere an diesen Werken war, dass sie einerseits Verbreitungskarten und
andererseits phänologische und ökologische Angaben zu jeder Art lieferten. Weil
der Inhalt dieser Serie nahe bei den "Katalogen" der Reihe Insecta
Helvetica lag und man die Kräfte und Mittel bündeln wollte, wurde beschlossen, darin
nur noch Bestimmungswerke (Fauna) zu veröffentlichen. An dieser Lösung hielt
man während zehn Jahren fest.
1998 fassten die SEG und das SZKF den Entschluss, ihre jeweilige Serie aufzugeben
und gemeinsam die neue Reihe «Fauna Helvetica» herauszugeben. Diese hat zum
Ziel, wissenschaftliche Werke zu veröffentlichen, die sich durch Qualität auszeichnen
und möglichst auch für die Öffentlichkeit attraktiv sind. Hingegen zogen das
SZKF und die SEG nie in Betracht, populärwissenschaftliche Bücher für eine
breitere Öffentlichkeit herauszugeben, ist diese Nische doch von den grossen
Verlagshäusern bereits stark besetzt.
Die in der Reihe «Fauna Helvetica» publizierten Werke sind stets das
Resultat nationaler Synthesearbeiten. Der Inhalt fällt je nach Tiergruppe
unterschiedlich aus und reicht von der «einfachen» Artenliste bis zum
Bestimmungsschlüssel oder bebilderten Verbreitungsatlas. Allerdings besteht heute
jeweils die Tendenz, diese Teile in einem einzigen Werk zu vereinigen, in der
Hoffnung so grösseres Interesse zu wecken. In den meisten Fällen sind mindestens
die Einleitungskapitel und die Bestimmungsschlüssel zweisprachig (fr./dt.) oder
sogar dreisprachig (fr./dt./it.) abgefasst.