Fermer
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Land- und Forstwirtschaft


Biber in den Zuckerrüben
Biber fressen fürs Leben gerne Zuckerrüben und Mais. Dafür lassen sie  alles andere liegen. Dies ist jedoch meist kein grosses Problem, weil die Flächen, die der Biber nutzt, nur sehr klein sind. Zusätzlich werden diese "Schäden" durch Bund und Kantone entschädigt. Um den Frass an Feldfrüchten zu verhindern oder zu vermindern gibt es verschieden Möglichkeiten (siehe  Frass von Kulturen  ).
Einen grösseren Einfluss kann der Biber jedoch haben, wenn er Entwässerungsgräben in Landwirtschaftgebiet staut, dadurch den Grundwasserspiegel hebt und es zur Verstopfung von Drainagenröhren kommt. Die Folge davon können vernässte Flächen sein, die nicht mehr mit schweren Maschinen bewirtschaftet werden können (siehe  Vernässung  ). Oder die Biber graben ihre Erdbauten in die Uferböschungen und es kommt bei der Bewirtschaftung der Uferstreifen oder der weiter entfernt liegenden Kulturen zu Einbrüchen. Auch dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten um solche Konflikte zu vermeiden (siehe Schäden an Infrastruktur   ).

Biber im Wald 
In den letzten Jahren hat der Biber auch flache Waldgebiete im Mittelland besiedelt und dort Bäche gestaut, was eine Vernässung oder Überschwemmung der Waldfläche bewirkte. Weil die nicht wassertoleranten Bäume absterben werden, müssen sich die betroffenen Waldbesitzer auf zum Teil empfindliche Ertragseinbussen gefasst machen. Andererseits können an solchen Stellen Feuchtwälder mit hohem Naturwert entstehen, die zu den selten gewordenen Vegetationstypen der Schweiz gehören, wie z.B. Auen- und Bruchwälder.

Der Biber breitet sich weiter aus, und wird an immer mehr Orten Wälder besiedeln und je nach Topographie auch vernässen. Die Kantone sollten daher Strategien für den Umgang mit solchen Situationen erarbeiten und diese mit der Politik des Bundes abstimmen. Grundsätzlich besteht schon heute die Möglichkeit, über Programmvereinbarungen zwischen Bund und Kantonen den hohen Naturwert solcher dynamischer Standorte langfristig zu erhalten und mit dem Waldbesitzer finanziell zu regeln.