Fermer
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Breite, extensiv bewirtschaftete Uferstreifen



Regelung bis 2011
Der Bund fordert für den ökologischen Leistungsnachweis in der Landwirtschaft ( Direktzahlungsverordnung, DZV SR 910.13 ) entlang von Fliessgewässern ein Grün- oder Streuflächenstreifen oder ein Ufergehölz von mindestens 6 Metern Breite. Auf den ersten 3 m dürfen weder Dünger noch Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden, auf den zweiten 3 m dürfen keine Pflanzenschutzmittel ausgebraucht werden.

Strassen stürzen nur ein, weil sie vielfach zu nahe am Gewässer geführt werden. Biber können ihre bauten gar nicht anders als unter die Wege anlegen (siehe Bilder unten). Um Biberkonflikte durch einstürzende Biberbauten wirkungsvoll zu verhindern sollte ein solcher Streifen beidseits der Gewässer aber mindestens 10 m breit sein (besser 10 bis 20 m) und extensiv bewirtschaftet oder ganz aus der Bewirtschaftung genommen werden und eine reich strukturierte Gehölze- und Krautschicht aufweisen. Damit können praktisch sämtliche Einbrüche verhindert werden. Werden diese Streifen mit einer standortgerechten Vegetation ausgestattet - Weichholzanteil 30-50 % - kann gleichzeitig auch der Frassdruck auf landwirtschaftliche Kulturen vermindert werden. Ein aus Bibersicht optimaler Uferstreifen sehen Sie im Bild unten.

Uferstreifen gesetzlich vorgeschrieben 
Das revidierte Gewässerschutzgesetz und die Gewässerschutzinitiative (seit 2011) sehen eine Revitalisierungspflicht von Gewässern für die Kantone vor. Die Kantone müssen demnach den Gewässerraum nach Schlüsselkurve sicherstellen und Gewässer bestimmen, die vorrangig revitalisiert werden sollen. Die Kosten für diese Massnahmen sollen von Bund (65 %) und Kantonen (35 %) finanziert werden. Wird der Gewässerraum in Zukunft konsequent respektiert werden auch Konflikte mit dem Biber viel seltener auftreten.

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