Fermer
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Libellen

ceriagrion tenellum

Zarte Rubinjungfer (Ceriagrion tenellum)

 

Kenntnisstand: Sehr gut.

Anzahl nachgewiesene Arten: 80, davon 76 einheimische (autochthone) Arten und Unterarten
Kommentierte Liste der Libellen der Schweiz PDF

Anzahl Arten auf der Roten Liste: 26, d.h. 36% der 72 berücksichtigten Arten

Ökologische Merkmale: Die Libellen pflanzen sich in den Fliess- und Stehgewässern von der Ebene bis auf 2750m fort. Wandernde Individuen können bis auf 3000m hinauf beobachtet werden. Für Arten der Gattungen Cordulegaster (Quelljungfern) und Calopteryx (Prachtlibellen) stellen Quellen und Bäche typische Habitate dar, während die Mehrheit der Arten der Familie der Gomphidae (Flussjungfern) an Flüssen anzutreffen ist. Grosse Seen und ihre Ufer, welche durch Wellenschlag geprägt sind, beherbergen einige sehr seltene Arten, wie Sympecma paedisca (Sibirische Winterlibelle) oder Boyeria irene (Westliche Geisterlibelle). Sechzehn Libellenarten besiedeln Feuchtgebiete. Zehn sind vor allem an Flachmoore gebunden, die sechs anderen kommen in Hochmooren vor. Zahlreiche Libellenarten besiedeln sekundäre, durch den Menschen geschaffene Habitate. 

 

Hauptsächliche Gefährdungen:

  • Drainierung und Instandstellung alter Abzugsgräben in Flach- und Hochmooren
  • Verbauung und Begradigung der Ufer von Steh- und Fliessgewässern
  • Eutrophierung der Moorgewässer durch Zuflüsse aus der Landwirtschaft, welche mit Dünger angereichert sind
  • Zerstörung der Fortpflanzungsgewässer durch Trittschäden des Rindviehs
  • Natürliche Verlandung der Gewässer durch sukzessives Pflanzenwachstum
  • Fischbesatz und willkürliche Aussetzungen in kleinen Stehgewässern

habitat odo

Hochmoore beherbegen spezialisierte Libellenarten

 

Kontaktperson

Christian Monnerat
info fauna - Schweizerisches Zentrum für die Kartografie der Fauna
Tel: +41 (0)32 718 36 06
Email

Links

  • Aus- & Weiterbildung:

Certificate of Advanced Studies (CAS) Macrozoobenthos :

Nachdiplom-Ausbildung und „à la carte“ Kurse über die aquatischen Organismen:

ZHAW-Wädenswil et Hepia Genève

 

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