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Die Heuschrecken und Grillen (Orthoptera)

Polysarcus denticauda

Polysarcus denticauda

Kenntnisstand: Sehr gut. Zahlreiche weiterführende Literatur vorhanden.

Anzahl nachgewiesene Arten: 115, davon 108 einheimisch (autochthon)

Anzahl Arten auf der Roten Liste: 40, d.h. 39% der 105 berücksichtigten Arten

Ökologische Merkmale: Die Mehrzahl der Arten sind an Wiesen und Weiden gebunden und besiedeln vorwiegend die trockenen, mageren Rasen und Weiden und ihre Kleinstrukturen wie offene Stellen in der Vegetation, Steinhaufen, Felsanrisse. Andere Arten bewohnen Flach- und Hochmoore oder entwickeln sich in den dynamischen und offenen Stellen der Auengebiete. Einige Arten leben im Wald oder in waldähnlichen Lebensräumen und sind dort an die Strauchschicht und das Unterholz gebunden. Das Vorkommen der Arten reicht von der Ebene bis hinauf zur nivalen Stufe auf 3100 m. Es handelt sich hier um eine Artengruppe mit hohem Stellenwert als Bioindikator für die offenen Lebensräume dank ihrer Bindung an die Vegetationsstruktur.

Hauptsächliche Gefährdungen:         

  • Zerstörung der Lebensräume durch Siedlungsbau
  • Nutzungsänderung von Mähwiesen und Weiden
  • Bewässerung von Trockenwiesen und Trockenrasen
  • Zuwachsen von Lebensräumen wegen Aufgabe der Bewirtschaftung der Ried- und Trockenwiesen
  • Drainierung von Flach- und Hochmooren
     

Nächste Aktualisierung
Das vom BAFU aufgestellte Programm zur Aktualisierung der Roten Liste sieht eine Revision der Listen alle 10 bis 20 Jahre vor, dies in Abhängigkeit von den Artengruppen. Im Falle der Heuschrecken ist eine Neuauflage der Liste von 2007 (Monnerat et al. 2007) ab dem Jahre 2015 geplant.

Zweite Version (2007)

Die zweite Rote Liste (2007) basiert auf den von der IUCN vorgeschlagenen Kriterien und Kategorien. Sie ist das Ergebnis einer intensiven Feldarbeit: über 47'000 Datensätze wurden zwischen 2002 und 2005 durch 53 Mitarbeitende erfasst. 

Erste Version (1994)
Autoren der ersten Roten Liste der Heuschrecken waren Nadig & Thorens mit ihrem Beitrag in der Publikation von Duelli et al. (1994). Zu diesem Zeitpunkt befand sich die entsprechende Datenbank im Hinblick auf den im Jahre 1997 erschienen Verbreitungsatlas der Heuschrecken noch im Aufbau. Für die Beurteilung des Rote Liste Status standen gegen 56'000 Datensätze zur Verfügung. Im anschliessend erschienenen Atlas wurden die zwischenzeitlich in der Schweiz entdeckten Arten neu aufgenommen. Betroffen waren folgende Arten: Platycleis tesselata, Tetrix ceperoi et Stenobothrus stigmaticus.

 

Arbeitsgruppe Heuschrecken

Jahrestreffen
Die Arbeitsgruppe "Orthoptera" trifft sich seit 1991 jedes Jahr. Sie wurde zu Beginn des Schweizer Heuschrecken-Atlas gegründet und durch Philippe Thorens koordiniert. Nach der Publikation des Atlas im 1997 wurden die Aktivitäten fortgeführt. Seit zahlreichen Jahren organisieren Bruno Keist und Daniel Roesti jährliche Exkursionen.
Siehe auch den Beitrag von Philippe Thorens: Arbeitsgruppe "Orthoptera", erschienen im Bulletin der Schweizerischen Entomologischen Gesellschaft, 82 (1-2) : 121.

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Kontaktperson

Christian Monnerat
info fauna - Schweizerisches Zentrum für die Kartografie der Fauna
Tel: +41 (0)32 718 36 06

Beobachtungsdaten abfragen

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