Fermer
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Säugetiere (ohne Fledermäuse)

glis glis

Der Siebenschläfer - Glis glis

 

Kenntnisstand: Sehr gut. Die Literatur über die Säugetiere ist sehr umfassend. Es laufen zudem mehrere nationale oder kantonale Projekte zur Erfassung und Überwachung der Bestände bestimmter Arten. Die Säugetiere sind eine in der Bevölkerung relativ bekannte Tiergruppe.

Anzahl nachgewiesene Arten: 65 (Liste auf Anfrage erhältlich!)

Anzahl heimische Arten (autochthon): 54 (Liste auf Anfrage erhältlich!)

Anzahl Arten auf der Roten Liste: 21 (Nievergelt et al. in Duelli, 1994)

Liste aller in der Schweiz beobachteten Arten: Abfrage via Listenserver

Ökologische Merkmale: Eine morphologisch und vom Verhalten her sehr heterogene Artengruppe die alle Höhenstufen von den Tieflagen bis hinauf ins Hochgebirge besiedeln. Ist in allen Lebensräumen vorzufinden mit artgebundenen Präferenzen. Die einzelnen Säugetierarten nutzen eine Vielzahl von Lebensräumen und sind deshalb meist eng an mosaikartige Landschaftsstrukturen gebunden.

Hauptsächliche Gefährdungen:     

  • Ausräumung der Landschaft
  • Begradigung und Verlust von Gewässern
  • Strassenverkehr
  • Wilderei
  • Chemieeinsätze
  • Konfliktsituationen mit dem Menschen



Rote Liste
An der Erarbeitung der ersten Roten Liste der Säugetiere der Schweiz waren zahlreiche Autoren beteiligt. Die Ergebnisse wurden im Gesamtwerk von Duelli et al. (1994) veröffentlicht. Die Einstufung wurde aufgrund von Expertenwissen vorgenommen.

Erhaltung und Schutz
In der Schweiz sind für die Erhaltung und den Schutz der jagdbaren Arten die Kantone zuständig. Im Falle der eidgenössisch geschützten Arten übernehmen der Bund und die Kantone gemeinsam die Verantwortung.

Grossraubtiere
Die KORA ist als nationales Referenzzentrum im Auftrag des BAFU zuständig für die nationale Überwachung der Grossraubtiere Luchs, Wolf und Bär.

Biber
Die Biberfachstelle ist im Auftrag des BAFU zuständig für die Beratung der Kantone in Sachen Erhaltung und Umgang mit dem Biber.

Projekte
Monitoring der Kleinmusteliden
Mit diesem Projekt sollen Informationen über die An- und Abwesenheit der Zielarten (Iltis, Hermelin, Mauswiesel) und über deren relativen Häufigkeiten erhoben werden. Die Bestandesaufnahme erfolgt mittels Nachweis von Spuren (Abdrücke von Trittsiegeln) in speziell dazu im Gelände ausgelegten Spurentunnels. Die erhobenen Daten sollen auch als Grundlage für eine Beurteilung der Gefährdung der untersuchten Arten im Rahmen der Revision der Roten Liste der Säugetiere aufgrund der IUCN Kriterien 2001 liefern.