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Biber und Totholz

Ein grosses Defizit an unseren Fliessgewässern ist das begradigte, befestigte und meist zu schmale Flussbett. Es fehlen bedeutsame Lebensräume für eine Vielzahl von Arten. Da wo der Biber lebt gibt es mehr Strukturen aus Totholz von durch ins Wasser gefällte Bäume oder Treibholz. Diese Strukturen dienen vor allem Fischen als Versteckmöglichkeiten vor Fressfeinden. Sie werden aber auch von vielen Wirbellosen als Eiablageplatz verwendet.
Mehr Fische mit dem Biber
Untersuchungen haben gezeigt, dass in von Biber bewohnten Gewässern bis zu 80-mal mehr Fischbiomasse vorhanden ist als in biberfreien Gewässern.
Ulrich Campell sah diesen Zusammenhang schon um 1570 und war seiner Zeit weit voraus. In seiner Raetiae Alpestris Topographica Descriptio schreibt er dazu folgendes:
(...) da die Biber in den Gewässern zahlreich sind, behaupten manche, die Fische würden von ihnen wie von den Ottern vertilgt,
während andre das Gegenteil aufrecht erhalten, dass nämlich da eine überreiche Menge von Fischen sich finde, wo der Biber sich aufhalte (...).