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Dammhöhe reduzieren und elektrifizieren
Ist das Problem nur sehr lokal auf einen kurzen Gewässerabschnitt konzentriert, können für den Biber nicht überlebenswichtige Nebendämme durch die Gewässerunterhaltspflichtigen temporär in der Höhe reduziert werden. Diese Massnahme muss allerdings mit den zuständigen kantonalen Fachpers onen - Wildhüter und Jagdverwalter - abgesprochen un d bewilligt werden. Dabei braucht es immer eine Schadensanalyse und eine Güterabwägung. Die Verhältnismässigkeit muss dabei vom Kanton nachgewiesen werden.
Elektrozaun auf Dammkrone
Wird ein Damm ganz entfernt oder auf eine gewünschte Höhe abgetragen, errichten oder erhöhen die Biber den Damm meist in der Folgenacht wieder. Um dies zu verhindern und Zeit zu gewinnen um einen längerfristige Lösung zu finden, kann ein Elektrozaun über der Dammkrone installiert werden. Damit wird verhindert, dass die Biber den Damm weiter erhöhen und es zu weiterer Vernässung der angrenzenden Kulturen
Die Spannung darf max. 2000-4000 Volt betragen und die Impulsenergie 0,5 Joule nicht überschreiten. In den meisten Fällen bauen die Biber längere Zeit nicht mehr weiter, wenn sie mit dem Elektrozaun in Berührung kamen. Nach zwei bis drei Wochen kann der Zaun daher abgebaut und die Situation weiter beobachtet werden. Beginnen die Biber trotzdem wieder mit dem Dammbau kann die Massnahme wiederholt werden.
Die Massnahme drängt sich hauptsächlich da auf, wo eine Bewirtschaftung der Kulturen wegen einer Vernässung des Bodens nicht mehr möglich ist. Die Massnahme erlaubt es dem Bewirtschafter, dass der Boden kurzfristig abtrocknet und anschliessend mit schweren Maschinen wieder befahren werden kann.
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